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Historische Veröffentlichungen

Nach dem Überstehen der Inflation im Deutschen Reich wurde 1925 folgender Text abgedruckt:



Quelle: Aus dem IHK-Album "Deutschlands Jubiläumsfirmen - Bezirk Leipzig 1925/26" und aus der Jubiläumsausgabe Illustrierte Zeitung "100 Jahre Verlag J.J. Weber 1834-1934"
Quelle: Buch "Deutsche Jubiläumsfirmen" Handelkammerbezirk Leipzig, herausgegeben vom Deutschen Jubiläumsverlag / Rege Verlag 1952/53




Vier Freunde waren es, jeder von Beruf Graveur, welche am 1. Oktober 1888 mit der handelsgerichtlichen Eintragung die Firma Brandt & Co. gründeten. Den Ansprüchen der Zeit, auf reich ausgestattete Bucheinbände Rechnung tragend, widmete sich das junge Unternehmen zunächst der Herstellung von Prägeplatten und Stempeln für die Leipziger Großbuchbindereien. Der außergewöhnlich emsigen, praktischen Mitarbeit seiner vier Inhaber und dem hohen fachlichen Können derselben, insbesondere der hervorragenden künstlerisch-technischen Begabung des Herrn Eduard Brandt ist es zu danken, daß nach langsamen aber sicherem Aufstieg die Firma ihre Bedeutung erlangte. Gar bald war das junge Ätzverfahren in den Dienst der Sache gestellt worden und als weiterer Teil wurde die Fabrikation von Messingschriften für die Vergoldepresse und für Handvergoldung erfolgreich aufgenommen.
Längst bestanden Handelsbeziehungen nach allen Teilen Deutschlands und dem Auslande und hohe Auszeichnungen, erworben auf bedeutenden Ausstellungen des In- und Auslandes, zeugten von der Güte der Arbeit, als nimmermüdes Vorwärtsdrängen im Jahre 1899 ein Deutsches Reichspatent auf die Ausführung von Schneideschriften erzielte. Seither bildet die Fabrikation dieser Schneideschriften die Spezialität des Hauses, welche seinen Weltruf fest begründete. Daß durch die Brandt’schen Schneideschriften ein ganzer Industriezweig, welcher der Herstellung von geprägten Reklameplakaten und Kalenderrückwänden dient, erst zur Blüte gelangte, dürfte nicht zu viel behauptet sein. Stets war und bleibt
Firma Brandt & Co. bestrebt, auf diesem Gebiete immer wieder neue und in reklame-technischer Beziehung zeitgemäße Erzeugnisse anzubieten. Sie ist auch heute in dem Besitz verschiedener diesbzgl. Patente.
Daneben sind aber die anderen Betriebszweige nicht vernachlässigt, vielmehr wird besonderer Wert auf eine gute Gravier-Arbeit in kunstgewerblichem Sinne gelegt, trotz rationellster Arbeitsweise mit allen modernen Maschinen und Einrichtungen deren sich der Betrieb bedient. Auch darf hierbei nicht vergessen werden, daß ein gut geschultes Personal von über 60 Leuten, darunter viele Jubilare, zur Verfügung steht. – Und gerade die Beachtung des Qualitätsgedankens dürfte dazu beigetragen haben, daß das Geschäft nach den Kriegsjahren, unter denen es, entsprechend seiner Eigenart besonders gelitten hatte, seine alte Ausdehnung und Bedeutung schnell wiedergewann. Auch nach Überwindung der schweren Erschütterungen durch die Inflation blieb seine Leistungsfähigkeit ungeschwächt und nach wie vor ist es vornehmste Aufgabe des Hauses , mit guter Arbeit in zweckmäßiger Ausführung den Industrien zu dienen, welche Bücher, Luxus-Kartonagen, Reklameplakate, und Kalender sowie Papierausstattungen erzeugen.
Die jetzige Geschäftsleitung, bestehend aus einem der Gründer und eines Mitbegründers Sohn, liegt in bewährten fachmännischen Händen und kennt nur das eine Ziel, in vorerwähntem Sinne zum Nutzen des Kundenkreises, sowie zu weiterem Ausbau der Firma tätig zu sein.


Auch heute gelten für uns die wichtigen Grundsätze von damals.